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KREATIVE TRAUERBEGLEITUNG

Die vergessene Urkraft der Trauer
 

„Trauer ist eine Ressource, letztlich auch Quell der Lebensfreude. Trauer muss man nicht loswerden, sondern dass in ihr liegende
Potenzial nutzen“. Dr. Jorgos Canacakis

 

In gewissen Kulturen wird eine gesunde Trauerkultur gelebt, dass bedeutet, dass Trauer und Freude und unsere vielfältigen Gefühle wie z.B. Wut, Schmerz, Traurigkeit, Verzweiflung und Angst zum Leben gehören. Es bedeutet, dass in besonders schwierigen Verlustsituationen die Menschen füreinander da sind, dass es Rituale braucht, die uns helfen mit Unzulänglichkeiten und Verlusten umzugehen. Das bedeutet, dass der trauernde und verzweifelte Mensch sich getragen fühlt, gesehen und gehört wird, dass sein Gefühlsausdruck verstanden wird und gefördert wird.

 

Beim Wort trauern, denken wir meist zuerst an den Tod, doch Trauer erfasst uns in vielen verschiedenen aktuellen und vergangenen und sogar zukünftigen Lebenssituationen, die mit Abschied zu tun haben. Trauer kann auf verschiedenen Ebenen auftreten, wie

z.B. der Tod eines nahestehenden Menschen, der Verlust eines ungeborenen Kindes, die Trennung / Scheidung von einem PartnerIn, der Verlust des Familienlebens und der Kinder, bei einer Scheidung, der Verlust der eigenen Gesundheit, der Verlust von Jugend, der Verlust von Freunden, die eigene Sterblichkeit, der Verlust eines geliebten Tieres, der Verlust der Arbeitsstelle, der Verlust von Heimat, Kriegserlebnisse u.a. löst Trauer aus. Auch Enttäuschungen und das nicht Erreichen (Scheitern) von Idealen und Zielen, sind mit Trauer verbunden.

Eine tiefe Trauer, welcher wir uns oft nicht bewusst sind ist die Ur-Trauer, welche alle Menschen in sich tragen, aus dem „Paradies“ getrennt worden zu sein. 

Eine tiefe Trauer, erfasst uns, wenn wir heute die Zerstörung von wichtigen Lebensgrundlagen wie „Wasser, Luft und fruchtbare Erde“ und somit den Verlust von intakter Natur unserer Umgebung, unserer Mitwelt und auf der ganzen Erde erleben. 

"Die Trauer ist die tiefste Ehre, die der Freude erwiesen werden kann." 

Im Allgemeinen können wir beobachten, dass unsere westliche Kultur und unsere heutige Gesellschaft nicht in der Lage sind, uns bei der Entwicklung der Trauerfähigkeit und beim Erlernen eines angemessenen Umgangs mit Trauer, sinnvoll zu unterstützen. 

Unsere leistungsorientierte Gesellschaft verwehrt uns ein angemessener, liebevoller Umgang mit unseren Gefühlen und Schmerz, welcher uns in einem Trauerprozess erfasst. 

In unserer Kultur haben wir vor unseren sogenannten „negativen“ Gefühlen eine Angstmauer errichtet. Wir versuchen mit aller Kraft die „positiven“ Gefühle aufrecht zu erhalten und dem Leistungs- und Erfolgsprinzip zu folgen. 

Die Erwartungsansprüche, die Geschwindigkeitszunahme durch die digitalen Herausforderungen, hohe Effizienzsansprüche und verschiedenen Ablenkungsmöglichkeiten wie Events- und Informationsüberflutungen, gibt der Trauer immer weniger Raum. 

Schmerzliche und «unangepasste» Gefühle werden bewertet, Ratschläge bringen Menschen in Trauerprozessen oft ins Abseits. Gefühlsarmut, Versteinerung, «nicht fühlen können», eingefroren zu sein oder Hyperaktivität und übermässige Verdrängungsversuche sind die Folgen dieser Kultur. Unsere jetzige Zeit fordert das Funktionieren und das Mithalten, nicht achtsam darüber, wie es in uns aussieht. 

Trauerfähigkeit zu entwickeln braucht Vorbilder. Sie muss wie die Sprachfähigkeit erlernt werden. In vielen Kulturen wissen Menschen wie wichtig Trauerbräuche, Riten und geschützte Räume sind, um den Trauergefühlen begegnen zu können. In der Kosmologie wird die Trauer als Fähigkeit angesehen, mit dem Vergehen fertig zu werden. Trauer ist, neben der Freude, ein allgegenwärtiges Gefühl.

 

«Ein Blatt, dass im Herbst fällt, kehrt auch im Frühling nie wieder zurück.»

 

 

Der Trauerprozess ermöglicht uns:

 

  • einen fassbaren, erlebbaren und leicht erinnerbaren Abschied vollziehen zu können.

  • Abgrenzung zwischen Leben und Tod, zwischen vorher und nachher (z.B. bei Arbeitsverlust, Trennung, Gesundheit, Heimatverlust etc.) zu erfahren.

  • Bewusstwerdung von alter, aktueller und zukünftiger Trauer

  • Erspüren von fassbarer und unfassbarer Trauer

  • Wiederentdeckung und Entwicklung neuer und alter, innerer und äusserer Ressourcen

  • Erkundung neuer Lebensperspektiven zur Neugestaltung des Lebens

  • Reflexion über die Lebenszusammenhänge, Verständnis für sich selbst und die eigene Verlustbiographie

  • Erkennen der kosmologischen Eingebundenheit, Verständnis des Da-Seins und erneute Bestätigung für den Sinn des Lebens.

  • Es führt uns zu Selbstliebe und die Liebe und Achtsamkeit zur Natur, zu unseren Mitmenschen und Tieren. Es ist ein Friedensweg.

 

Ich begleite Dich 

wenn du den Boden unter deinen Füssen verloren hast, wenn dich Trauer erfasst, die Du nicht zuordnen kannst, wenn Du eine einschneidende schmerzhafte Lebenssituation hast, einen geliebten Menschen oder Tier verloren hast, berufliche oder persönliche Einbrüche durchmachst, du betroffen von einer Trennung bist, berufliche Umbrüche oder Beziehungsfragen dein Leben überschatten und du mit deiner Gefühlswelt, deiner Umgebung und dir selbst nicht mehr klarkommst.

Du kommst zu mir, wenn du Unterstützung und Begleitung von jemandem möchtest, welcher die Erfahrungen erlebt hat und dir Vertrauen schenkt und dich auf dem Weg zu deinem Schmerz ermutigt. Dich sieht und versteht. Wir fühlen diesen Schmerz in einem wohlwollenden, geschützten und urteilsfreien Raum gemeinsam und vertrauen auf den natürlichen Prozess, dass er durch das Fühlen Worte bekommt. 

 

 

Das Modell Myroagogkik© Lebensentwicklungs und Trauerumwandlungsmodell, hilft Menschen Trauer umzuwandeln und unterstützt zukünftige Trauerprozesse. 

Trauer, mit all ihren Gefühlsfacetten, benötigt einen wohlwollenden Raum, muss gesehen, gehört und verstanden, gefühlt und akzeptiert werden. Trauer braucht Mitgefühl. Trauer braucht kulturelle Anerkennung. Sie trägt dazu bei, dass wir Verbindung zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zur Natur bewahren.

Die Trauer ermöglicht uns den Kontakt zu unseren Ressourcen und damit zur Lebendigkeit, sie hilft uns Verluste und Enttäuschungen zu akzeptieren, hilft beim Abschied- Nehmen und schafft somit Raum für Neuorientierung und neue Perspektiven.
 

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